BUENOS
AIRES - EUROPA IN SUEDAMERIKA Buenos
Aires ist die Hauptstadt Argentiniens. Gleichzeitig
ist sie auch das industrielle und kommerzielle Zentrum
Argentiniens. Der Name Buenos Aires stammt Santa Maria
del Buen Aire, der Schutzheiligen der Seefahrer. Der
offizielle Name der Stadt lautet Ciudad Autónoma
de Buenos Aires, also Autonome Stadt Buenos Aires.
Die Argentinier bezeichnen die Stadt Buenos Aires
manchmal als Capital Federal um sie von der gleichnamigen
Provinz zu unterscheiden. In der Verfassung von 1994
wurde Buenos Aires zu einer autonomen Stadt erklärt,
daher die formale Bezeichnung "Ciudad Autónoma
De Buenos Aires".
Gegründet wurde Buenos Aires am 2. Februar 1536
von Pedro de Mendoza auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils
San Telmo. Er taufte die Niederlassung auf den Namen
Puerto de Nuestra Señora Santa María
del Buen Ayre gegründet. Ausgesucht wurde der
Name allerdings von Mendozas Kaplan , der die Jungfrau
der Guten Lüfte, di Virgen de Bonaria von Cagliari
in Sardinien war.
Westlich von Buenos Aires breitet sich das landwirtschaftlich
fruchtbarste Gebiet von Argentinien aus, die Pampa.
Wirtschaft
Buenos Aires ist der finanzielle, industrielle, kommerzielle
und kulturelle Mittelpunkt Argentiniens. Sein Hafen
ist einer der geschäftigsten in der Welt, und
die Zölle, die dort erhoben werden haben in der
Vergangenheit viele politische Probleme verursacht.
Schiffbare Flüsse verbinden Buenos Aieres über
den Rio de la Plata mit Nordostargentinien, Brasilien,
Uruguay und Paraguay. Infolgedessen ist Buenos Aires
der Knotenpunkt einesbeträchtlichen Bereichs
der südöstlichen Region des Kontinentes.
Im Westen von Buenos Aires liegt die Pampa Húmeda,
das produktivste landwirtschaftliche Gebiet Argentiniens
(im Gegensatz zu der trockenen südlichen Pampa
meistens Rinerfarmen). Fleisch-, Molkerei-, Korn-,
Tabak-, Wolle- und Fellprodukte werden im Gebiet von
Buenos Aires verarbeitet oder hergestellt. Andere
führende Industrien sind die Automobilherstellung,
ölraffinieren, Metallbearbeitung, Maschinenbau,
Textil, Bekleidung, Chemie und der Getränke.
Kultur in Buenos Aires
Buenos Aires beherbergt das Teatro Colón,
eins der größten Opernhäuser der Welt.
Es gibt daneben Symphonieorchester und Chöre.
Beides gehört sowohl der Nationalregierung und
der Stadtregierung. Buenos Aires besitzt zahlreiche
Museen, und zwar historische Museen, Museen der schönen
Künste, der modernen Künste, der dekorativen
künste, der Volkskunst, der Kirchenkunst. In
Buenos Aires finden sich Theater und Pop-Künstler
sowie eine beträchtliche Anzahl von Kunstsammlern,
-verfassern, -komponisten und Künstlern. Buenos
Aires beherbergt viele allgemeine Bibliotheken und
kulturelle Verbindungen und es ist dort die größte
Konzentration der aktiven Theater in Lateinamerika
zu finden. Buenos Aires hat einen welberühmten
Zoo und botanischer Garten, viele landschaftlich schöne
Parks und Pläzte sowie Kirchen und Gebetsstätten
aller Konfessionen. Viele davon sind architektonisch
bemerkenswert.
Die Mehrheit der Porteños sind römisch-katholisch.
Buenos Aires ist der Sitz eines römisch-katholischen
Erzbischofs, der oberster Hirte Argentininens und
von verschiedener östlich orthodoxer und anglikanischer
Priester ist.
Buenos Aires und
der Tango
Tango
in Buenos Aires
Tango Musik wurde in den Vorstädten geobren,
in den Bordellen im Junín y Lavalle District
und in den Arrabales (ärmeren Vorstädten).
Der Tango war als Gesellschaftstanz verschmäht,
bis ihn die Pariser High Society in den 1920er Jahren
übernahm. Doch dann ging er um die ganze Welt.
Tango Tanzschulen, auch als Tango Akademien bezeichnet,
wurden ursprünglich nur von Männern betrieben.
Beginnend mit den 1920er Jahren entwickelte sich
der Tango in Buenos Aires zu einem künstlichisch
- komplizierten Genre. Zu seiner Blütezeit gab
es viele berühmte Tango-Orchester, etwas das
unter der Leitung von Aníbal Troilo und Juan
D'Arienzo, und berühmte Tango-Sänger wie
Carlos Gardel und Edmundo Rivero.
Buenos Aires feiert jährich am 11. Dezember
den "Tango Day".
In San Telmo finden jeden Sonntag Tango Vorführungen
auf der Strasse statt. Dazu gibt es Trödel-und
Antikmärkte um den Dorrego Platz herum.
Flughäfen
Der internationale Flughafen von Buenos Aires, Ministro
Pistarini International Airport, liegt in der Vorstadt
Ezeiza und wird oft nur "Ezeiza" genannt.
Der Aeroparque Jorge Newbery Flughafen, innerhalb
der Stadt nahe dem Rio de la Plata gelegen, bedient
hauptsächlich nationale Flugrouten.
Der Tourismus in Buenos
Aires
Wie nähert man sich als Besucher oder
Tourist Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien?
Das Zentrum von Buenos Aires, jedenfalls das politische
und historische, ist an der Plaza de Mayo zu finden.
Die bekanntesten touristischen Platze liegen also
im historischen Herz der Stadt, in den Stadtteilen
von Monserrat und San Telmo. Buenos Aires war ursprünglich
um die Plaza de Mayo herum gebaut worden, das Verwaltungszentrum
der Kolonie.
Im Osten der Plaza de Mayo liegt die Casa Rosada,
der offizielle Sitz der Regierung Argentiniens. Im
Noden steht die Catedral Metropolitana, die dort bereits
in der Kolonialzeit gebaut wurde, und die Nationalbank
Argentiniens, die Banco de la Nación Argentina,
ein Stück Land, das ursprünglich Juan de
Garay besaß. Andere wichtige Kolonialgebäude
sind das Cabildo im Westen des Platzes, das während
des Baus der Avenida de Mayo und Julio A. Roca renoviert
wurde. Im Süden des Plaza de Mayo liegt der Congreso
de la Nación, der Nationalkongress, der jetzt
die Academia Nacional de la Historia, die Nationalgeschichtsakademie
beherbergt. Schließlich findet man im Nordwesten
das Rathaus von Buenos Aires.
Die Avenida de Mayo verbindet die Casa Rosada (Sitz
der Regierung) mit dem Kongressgebäude (Parlament).
In dieser Avenue gibt es unterschiedliche Gebäude
von kultureller, architektonischer und historische
Bedeutung, etwa die Casa de la Cultura, das Palacio
Barolo und das Café Tortoni. Unter der Straßenoberfläche
verläuft die älsteste subte (metro) Linie
(Línea) Südamerikas, eröffent 1913.
Am Ende der Avenide de Mayo wird man auf die Plaza
de los Dos Congresos geleitet. In diesem Park findet
man verschiedene Monumente und Sculpturen, einschließlich
einer Kopie von Rodins "Der Denker".
Ein anderer Platz, der im historischen Kern der Stadt
besucht werden kann, ist die Manzana de las Luces
(wörtlich: der Straßenblock der Lichter).
Viele Gebäude von großem historischen Wert
beherbergt dieser Straßenblock; so etwa die
San Ignacio Kirche, das Colegio Nacional Buenos Aires
und das alte Stadtgericht, el Concejo Deliberante,
1894 bis 1931 in Funktion. Die Manzana de las Luces
hat verborgene Tunnel, die die Stadt in der Kolonialzeit
durchkreuzten.
In San Telmo lohnt es sich, die Plaza Dorrego zu
besuchen. Sonntags findet dort die berühmte Feria
de Antigüedades (Antikmarkt) statt. Es gibt verschiedene
religiöse Shops, die von der Kirche Nuestra Señora
de Bethlem, Parroquia de San Pedro Telmo gegründet
wurden sowie das Museo Penitenciario "Antonio
Ballve". Im Süden dieses Arreals liegt das
Museo Histórico Nacional und der Parque Lezama.
Im Stadtbezirk, barrio, Recoleta gibt es ebenfalls
eine Vielzahl von touristischen Attraktionen, etwa
das Museo Nacional de Bellas Artes, die Biblioteca
Nacional,das Centro Cultural Recoleta, die juristische
Fakultät der Universidad de Buenos Aires, die
Basílica Nuestra Señora de Pilar, das
Palais de Glace, die Bar La Biela und der Friedhof
Cementerio de la Recoleta, wo man die Überreste
von Eva Duarte de Perón besichtigen kann.
Im Stadtbezirk, barrio, Retiro ist der Besuch des
Bahnhofs Estación Retiro lohneswert. Es gibt
auch verschiedene Monumente und Denkmäler in
diesem Stadtteil so die Guerra de Malvinas, die General
San Martín, Torre de los Ingleses, und das
Kavanagh Gebäude, eines der höchsten der
Stadt.
Das Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires
liegt im barrio von Palermo, und ist das wichtigste
des Landes. In seiner Nachbarschaft kann man ebenfalls
den Bosques de Palermo, das Planetarium und den Zoo
von Buenos Aires finden.
Das südliche Stadtgebiet, lange kein begehrtes
Tourstenziel, ist historisch der Ursprung der frühen
Tango Kultur Buenos Aires'. Heutzutage ist es die
Heimat der aufblühenden Kunstszene.
Ein weitere touristisch lohnende Örtlichkeit
ist die Avenida Corrientes. In dieser Straße
findet man Theater wie das Teatro San Martín,
Paseo La Plaza und das Luna Park Stadion. An der Schnittstelle
der Avenida Corrientes mit der Avenida 9 de julio
steht der Obelisco, das Wahrzeichen der Stadt Buenos
Aires. Der Mercado de Abasto, der jetzt ein Shoppingcenter
ist, liegt ebenfalls auf der Avenida Correintes. .
Buenos Aires hat die größte homsexuelle
Gemeinschaft Lateinamerikas angezogen. Im Jahr 2006
gab es viele anlegende Kreuzschiffe homosexueller
Gäste, ein Ansteigen der von Homosexuellen betriebenen
Geschäfte sowie den Baubeginn eines 5 Sterne
Hotels für Homosexuelle.
Casa Rosada
Steht man auf der Plaza de Mayo, so fällt dort
zunächst die Casa Rosada ins Auge. Sie liegt
an der Ostseite der Plaza de Mayo. Im Jahre 1872 hat
der argentinische Präsident Domingo F. Sarmiento
die Farben der verfeindeten Unitarier und Föderalisten,
Weiß und Rot, sympolisch mischen lassen und
damit die Einheit der argentinischen Nation demonstriert.
Die Casa Rosada ist der Sitz des jeweils amtierenden
Präsidenten. Sie kann nicht besichtigt werden
- mit Ausnahme des kleinen Museo de los Presidentes
auf der rechten Seite des Gebäudes.
Cabildo
Das weiß getünchte Cabildo mit der zweistöckigen
Arkadenfassade und dem Turm in der Mitte liegt der
Casa Rosada gegenüber, also auf der Westseite
der Plaza de Mayo. Es ist das ehemalige Rathaus von
Buenos Aires. Heute befindet sich in seinem Inneren
das Museo del Cabildo y la Revolución de Mayo.
Dort werden Gegenstände aus der Kolonialzeit
Argentiniens präsentiert, etwa Bilder, Waffen,
Möbel.
Im Innenhof des Cabildo gibt es ein kleines Café.
In unregelmäßigen Abständen werden
dort kunsthandwerkliche Sachen auf einem Bazar angeboten.
Catedral Metropolitana
Die im kassisistischen Baustil errichtete Kirche
Catedral Metropolitana liegt direkt neben der Nationalbank,
der Banco de la Nación. Sie wurde Ende des
18. Jahrhunderts nach den Plänen der argentinischen
Architekten Antonio Masella und Próspero Catelín
fertig gestellt. Die Kirche mit den vielen Seitenaltären
im Inneren beherbergt das Grabmal des Nationalhelden
José San Martín und ist somit ein nationales
argentinisches Monument
Palermo
Spaziert man über die Avenida del Libertador
Richtung Nordwest, so wird man nach Palermo geführt.
Mit der U-Bahn (subte) erreicht man diesen bario über
die Linie D, wenn man an der Station Plaza Italia
aussteigt. Palermo ist eine Stadteil der gehobenen
Mittelschicht. Das Gerücht sagt, dass es hier
pro km² die weltweit höchste Zahl an Menschen
gibt, die eine Psychoanalyse über sich ergehen
haben lassen. Bei den Einheimischen, den Porteños,
heißt Palermo deshalb auch "Villa Freud".
Magnet für erholungssuchende ist der Parque
3 de Febrero, der viele Familien am Wochenende zum
Picknick einlädt. In seiner Nachbaschaft liegt
der Zoo mit dem Eingang an der Plaza Italia.
Das Hipódromo Argentino ist der Platz für
Anhänger des Pferderennsports. Der Campo Argentino
de Polo einer für Anhänger des - wie der
Name schon sagt.
San Telmo
Der Flohmarkt auf der Plaza Dorrego in San Telmo
ist ein Ereignis für sich. Es
findet jeden Sonntagvormittag statt und niemand sollte
sich einen Besuch entgehen lassen. Und ohne ein Souvenir
wird hier kein Tourist nach hause gehen, sei es nun
ein Ölbild mit einer Tangoszene, ein Lariat (Lasso)
oder Sporen eines Gauchos, Tangoschallplatten, Lederwaren
oder eine antike Uhr.
Schön anzusehen sind die tanzenden Tangopärchen
in den engen Straßen, die nach ihrer Vorführung
den Hut kreisen lassen. Schön zu betrachten sind
auch die kleinen Plätze, Hinterhöfe und
engen Gassen mit den kleinen Cafés San Telmos.
Also ein pitoresquer Ort, dieses San Telmo!
Der Parque Lezama soll angeblich
Plaza de Mayo
Die Plaza de Mayo ist ein Prunkplatz mit Blumenbeeten
und einem Obelisken im Herzen. Der Obelisk, die Pirámide
de Mayo wurde 1811 am ersten Jahrestag der politischen
Unabhängig errichtet. In der Nähe steht
auch ein Denkmal für General Manuel Belgrano,
den Helden der Unabhängigkeitskriege. Die Plaza
de Mayo ist auch ein Platz der aktuellen Politik:
jeden Donnerstagnachmittag protestieren dort die Madres
de la Plaza de Mayo, die Mütter der Plaza de
Mayo, die bedeutendste Menschenrechtsgruppe Argentiniens,
gegen die während der Militärdiktatur begangenen
Verbrechen.
Avenida de Mayo
Die Avenida de Mayo beginnt an der Plaza de Mayo.
Die 1880 gebaute Prachtstraße ist die Verbindung
des Regierungspalastes mit dem Kongressgebäude.
Spaziert man über diese Avenida, so fallen architektonische
Spielereien wie Erker, Türme, Marmoreingänge,
Marmortreppen oder Glasfronten. Sehenswert in diesem
Sinn sind das
Gebäude Edificio Barolo an der Ecke San José
(Nr. 1370) oder das der Zeitung La Prensa an der Ecke
Florida (Nr. 575).
Café Trotoni
Das Café Tortoni ist eines der bekanntesten
Cafés Bunos Aires. Es wurde 1858 gegründet
und ist seit 1893 im Haus Nr. 825 der Avenida de Mayo
ansässig.
Avenida 9 de Julio
Die Avenida 9 de Julio durchschneidet die Avenida
de Mayo auf der halben Strecke in nordsüdlicher
Richtung. Sie ist 125 m breit.
Kongresspalast
Der Kongresspalast wurde im Jahr 1906 im Stil der
Neorenaissance errichtet. Sein Vorbild steht in Washington.
Plaza del Congreso
Die Plaza del Congreso ist der Platz vor dem Kongressgebäude.
Er beherbergt das "Denkmal für die beiden
Kongresse", die 1813 in Buenos Aires und 1816
in San Miguel de Tucumán zur Vorbereitung der
Unabhängigkeitserklärung der Republik Argentinien
abgehalten wurden. Ganz in der Nähe stehen das
Abbild des Publizisten Mariano Moreno (1778 - 1811),
eines argentinischen Patriot, ein Abguß Auguste
Rodins "Denkers". Besonders am späten
Nachmittag wird die Plaza de Congres zu einem viel
besuchten Treffpunkt. Besonderheit des Plaza del Congreso
ist der dortige Monolith, der sog. Nullpunkt Argentiniens,
von dem aus alle Entfernungen im Land gemessen werden.
Avenida Corrientes
Die Avenida Callao führt Richtung Norden nach
vier Blocks zur Avenida Corrientes, die auch "Broadway
von Buenos Aires" genannt wird. Grund sind die
Lichtspielhäuser, die vielen Bühnen, Restaurants,
Cafés (die manchmal aus einer Kombination von
Buchladen und Café bestehen) - und vor allem
das städtische Centro Cultural San Martín.
Dort wird ein wechselndes Programm aus Tanz, Musik
und Kunst angeboten. Besonders Nachts bietet die Avenida
Corrientes einen prachtvollen, glitzernden Anblick;
um 3.00 Uhr morgens schwärmen die Nachtmenschen
der Metropole dort umher.
Dort wo die Avenida Corrientes die Avenida 9 de Julio
kreuzt, ragt der Obelisk mit 67,5 Metern in die Höhe.
Errichtet wurde er am 25. Mai 1936, in Erinnerung
an den 400. Gründungstag von Buenos Aires.
Teatro Colón
Zwei Blocks nördlich des Obelisken liegt das
bedeutendste und wichtigste Theater Argentiniens,
das Teatro Colón. Es steht an der Calle Lavalle.
Der Hautpteingang befindet sich in der Calle Libertad
zwischen Tucumán und Viamonte. 1908 fand die
Eröffnung dieses in einem Mix aus italienischer
Renaissance und französichem Empirestil gebauten
Opernhauses statt. Es gehört zu den bedeutendsten
der Welt. Es werden Führungen mit Blick auch
hinter die Kulissen angeboten, die in spanisch und
englisch möglich sind. Die englischsprachigen
Führungen finden jeweils um 11.00, 13.00 und
15.00 Uhr statt.
Plaza San Martín
Östlich der Avenida 9 de Juliao ist die Calle
Lavalle eine Fußgängerzone. Dort
gibt es die meisten Kinos von Buenos Aires. Nur wenige
Blocks entfernt gibt es auf der Calle Florida eine
weitere Fußänger und Einkaufszone. Die
Calle Florida leitet nördlich zum Plaza San Martín.
Dieser Platz ist mit schattenspendenden Ombuebäumen
bepflanzt.
Recoleta
Der Mittelpunkt des barrio Recoleta ist die Plaza
Alevear. Dort findet man auch die Sehenswürdigkeiten
Recoletas, nämlich die Kirche und den Friedhof.
Die Kirche, die Basílica de Nuestro Señor,
wurde 1732 fertiggestellt. Architektin war Andrea
Bianchi. Viele sagen, es sei die schönste Kirche
von Buenos Aires. Die Fassade zeigt sich im Kolonialstil,
im Inneren findet man einen barocken Hauptaltar.
Im Gegensatz zur Kirche wirkt der Friedhof von Recoleta,
der Cementerio de la Recoleta prunkvoll. Von der Ausstattung
der Grabstätten, die alle aus Mausoleen bestehen,
kann man auf den Reichtum der verstorbenen Besitzer
schließen. Es finden sich Marmor, Skulpturen
und Engelsfiguren in großer Vielzahl. Da ist
das Grab von Evita Perón schon beinahe schlicht
zu nennen. Sie ist in der Gruft der Familie Duarte
begraben, die aus schwarzem Marmor besteht.
Die Plaza Alvear liegt in unmittelbarer Nachabarschaft
des Centro Cultural
Recoleta, auch Centro Cultural Ciudad Buenos Aires
genannt. Dieses ehemalige Kloster beherbergt eine
Ausstellungs- und Veranstaltungshalle.
Recoleta beheimatet aber auch das Centro Comercial
para el Arte y la Decoración; dies sind Läden
mit edelenen Designerstücken und noch edeleren
Preisen.
Das Museo Nacional de Bellas Artes liegte in einem
mit Säulen verziertem Gebäude an der Avenida
del Liberatador Nr.1473, dem Cedntro Cultural gegenüber.
Dort wird Kunst vom Mittelalter bis zur Neuzeit ausgestellt,
sowohl argentinische Malerei als auch Werke international
bekannter Künstler. Es ist Dienstags bis Freitags
von 12.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Am Wochenende
und an Feiertagen bereits ab 9.30 Uhr.
der Ort der Gründung von Buenos Aires sein.
Dort steht ein Denkmal Pedro Mendozas, das 1936 errichtet
wurde.
La Boca
Hat man das Grün des Parque Lezama durchquert,
so hat man San Telmo verlassen uns ist im Stadteil
La Boca (Der Mund).
Herz von La Boca ist El Caminito, die Straße
der bunten Häuser. Die Geschichte lautet wie
folgt: der Maler Benito Quinquela Martín, der
in diesem bario wohnte, hat die Bewohner dazu gebracht,
ihre aus dem Blech abgewrackter Schiffe bestehender
Häuser mit bunten Schiffslack zu bemalen. Werke
Benito Quinquela Martíns sind im Museo de Bellas
Artes de La Boca zu bewundern. Es liegt in der Avenida
Pedro de Mendoza Nr. 1835-1843, der alten Stahlbrücke
gegenüber, wo verrostete Boote auf dem Wasser
des Río Riachuelo liegen.
Diego Maradona spielte zu Beginn seiner Karriere
bei den Boca Juniors, deren
Stadion, Bonbonera genannt, was Pralinenschachtel
bedeutet, in La Boca liegt. Es steht für Besucher
offen.
Die Calle Necochea beherbergt viele italienische
Restaurants von einfachem
Charakter.
Delta des Río Paraná
Das 2600 km² große Delta des Río
Paraná beginnt nur 30 km nördlich vom
Zentrum der Stadt Buenos Aires. Ausganspunkt eines
Besuchs kann die kleine Stadt Tigre sein, die man
in einer knappen Stunden mit dem Zug vom Bahnhof Retiro
in F.C. Mitre aus erreichen kann. Oder man nimmt den
Bus Nr. 60. Die Ausflugsboote in das Delte liegen
gegenüber dem Bahnhof in Tigre vor Anker.
Das Delta des Río Paraná besteht aus
einer Vielzahl von Wasserarmen, die in den Río
de la Plata oder in den Río Uruguay münden.
Inseln unterschiedlicher Größe und Kanäle
prägen das Landschaftsbild. Die Inseln und Inselchen
sind von subtropischen Pflanzen und Bäumen besiedelt.
Dass die Natur hier so Nahe an der Hauptstadt liegt
ist der Grund, dass viele Porteños hier eine
Wochenendhäuschen haben.
Will man als Tourist im Delta übernachten, so
kann man hierfür eine
Jungendherberge wählen, die auf einer kleinen
Insel liegt. Sie nennt sich
Albergues de la Juventud (Anschrift: Calle Brasil
657, Buenos Aires). Man gelangt dorthin mit dem Bus
Nr. 60 vom Bahnhof in Tigre bis zur Endstation, wo
man in eine Fähre umsteigt.
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